Die Betriebsbremse stammt von der Knott GmbH, einem deutschen, mittelständischen Unternehmen mit Sitz am Chiemsee, dessen Stärke die rasche Entwicklung und Produktion maßgeschneiderter Bremslösungen jeder Größe ist. Bereits mehrfach hat man bei Knott Bremsen für XXL-Baumaschinen entwickelt und gebaut. Ein dieselelektrisch angetriebener Muldenkipper dieser Größenordnung bremst zunächst, indem er seine Antriebsmotoren zu elektrischen Generatoren umfunktioniert. Luftgekühlte Widerstände wandeln die entstehende Energie in Wärme um. Die Betriebsbremsen sind beim Fahren in der Ebene erst spät gefordert, bei Bergabfahren oder Notbremsungen sind sie jedoch ständig im Einsatz. Knott hat Jahrzehnte an Erfahrung mit der Auslegung, Entwicklung und Fertigung von Bremslösungen, die auch härtesten Anforderungen genügen.
Geschickte Teilung
Allein die Bremssättel dieser hydraulischen Festsattelbremsen mit der Typbezeichnung „6x100“ (6 Bremskolben im Durchmesser von 100 mm) bringen 125 kg auf die Waage. Sie sind dreigeteilt, eine konstruktive Lösung, die nach umfassenden FEM Tests als die technisch optimale ermittelt wurde. Ein Großteil der beim Bremsen entstehenden inneren Spannung wird gezielt in die Verbindungselemente eingeleitet. Auch für die Montage bringt diese Dreiteilung Vorteile mit sich: Wer stemmt schon mal eben 125 Kilogramm? Die Vorgängerbremse mit „nur“ 92 mm Kolbendurchmesser ist ebenfalls bei Knott erhältlich. In diesem Bereich hat man ein fein abgestuftes Programm ähnlicher Bremslösungen im Angebot, für unterschiedlichste Lasten und Anforderungen. Eine größere Festsattelbremse als die 6x100 baut man derzeit nicht. Aber „denkbar wäre es schon“, sinnieren jedenfalls die Knott Entwickler.
